Die Graz99ers Huskies II müssen sich Rampage Veszprém am 18. Oktober in Kapfenberg knapp mit 4:5 geschlagen geben. Nach einem Blitzstart und einer zwischenzeitlichen 4:2-Führung entscheiden drei Gegentreffer innerhalb weniger Minuten das Spiel zugunsten der Ungarinnen. Trotz offensiver Chancen bleibt die defensive Stabilität die zentrale Baustelle der Grazerinnen.
Aufgrund des Grazer Fußballderbys empfingen die Huskies II Rampage Veszprém am 18. Oktober in der Stadthalle Kapfenberg. Das Ziel war klar: von Beginn an Druck machen und wichtige Punkte für die DEBL-Tabelle sammeln. Der Auftakt gelang den Grazerinnen nach Maß: Bereits nach 24 Sekunden verwertete Pavlina Malinova ein Zuspiel von Nina Rainer zur frühen 1:0-Führung.
Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten. In der dritten Spielminute gelang Veszprém der Ausgleich gegen Huskies-Goalie Veronika Padelkova. Die Grazerinnen erspielten sich in der Folge zahlreiche Möglichkeiten, ließen vor dem gegnerischen Tor aber die nötige Effizienz vermissen. Kurz vor der ersten Drittelpause nutzten die Ungarinnen einen Fehler in der Defensive und trafen in Unterzahl zum 1:2.
Im Mittelabschnitt wollten die Huskies den Ausgleich erzwingen. Die Partie blieb zunächst offen, ehe Theresa Wolf in der 32. Minute nach Vorarbeit von Leandra Pirker zum verdienten 2:2 traf. Die Grazerinnen blieben am Drücker und belohnten sich wenig später erneut: In der 37. Minute brachte Pavlina Malinova die Huskies nach Vorarbeit von Anna-Lena Kandler und Nina Rainer mit 3:2 in Führung.
Auch im Schlussdrittel erwischten die Grazerinnen einen Traumstart. Nach weniger als einer Minute erhöhte Zuzana Sliacka auf 4:2. Pavlina Malinova und Dominika Lopatina bereiteten den Treffer vor. Die Huskies hatten das Spiel zu diesem Zeitpunkt im Griff – doch dann kippte die Partie innerhalb weniger Minuten. Abstimmungsprobleme und fehlende Konsequenz in der Defensive ermöglichten Veszprém drei Treffer binnen rund drei Minuten. Nach knapp 47 Minuten lagen die Grazerinnen plötzlich mit 4:5 zurück.
Die Huskies warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr gelingen. Damit blieb trotz zwischenzeitlicher Zwei-Tore-Führung am Ende erneut kein Punktgewinn.
Pavlina Malinova sieht vor allem in der Chancenverwertung und im Defensivverhalten Ansatzpunkte für die kommenden Aufgaben: „Leider war das Ergebnis heute nicht zufriedenstellend. Wir hatten vorne genügend Chancen, die wir leider oft nicht genutzt haben. Unsere Defensive ist momentan unsere größte Baustelle, aber wir arbeiten hart und konsequent.“
Die Huskies nehmen die positiven Phasen mit, wissen aber auch, woran sie weiterarbeiten müssen: Chancen konsequenter nutzen, defensiv stabiler auftreten und über 60 Minuten als Einheit dagegenhalten.
