Die Graz99ers Huskies gewinnen ein hochspannendes steirisches Derby gegen die KSV Highlanders mit 4:3 nach Overtime. In einer Partie voller Intensität, Führungswechsel und Überzahl-Tore behielten die Grazerinnen am Ende die Nerven. Der Sieg bedeutet nicht nur wichtige Punkte, sondern auch einen emotionalen Befreiungsschlag nach vielen knappen Spielen.
Am 18. November 2025 empfingen die Graz99ers Huskies die KSV Highlanders zum ersten steirischen Derby der laufenden AWHL-Saison. Das ursprünglich in Kapfenberg geplante Spiel musste aufgrund der Unbespielbarkeit der dortigen Halle kurzfristig in die Merkur Eisarena Halle B verlegt werden – an der Motivation der Huskies änderte das jedoch nichts. Das Team war fest entschlossen, sich nach vielen engen Partien endlich selbst zu belohnen, während die Kapfenbergerinnen alles daransetzten, den Grazerinnen das Leben schwer zu machen.
Von Beginn an entwickelte sich ein intensives, schnelles Spiel, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. In Minute 6 nutzten die Huskies ihr erstes Powerplay eiskalt aus: Simona Grascher traf nach einem starken Zuspiel von Tamara Grascher zur 1:0-Führung. Doch kurz vor der Drittelpause schlugen die Highlanders ebenfalls im Überzahlspiel zurück und stellten auf 1:1.
Auch im Mittelabschnitt erwischten die Huskies den besseren Start. Nach etwas mehr als vier Minuten verwertete Laura Nistelberger eine sehenswerte Kombination über Shelby Bailen und Julia Klamminger zur 2:1-Führung. Erst in Minute 37 gelang den Gästen aus Kapfenberg erneut der Ausgleich gegen die stark spielende Huskies-Goalie Ema Jaworska, die mehrmals glänzend parierte.
Mit dem 2:2 ging es in ein hochspannendes Schlussdrittel. Die Huskies drückten wieder aufs Tempo und trafen in Minute 49 durch Florentina Rumpl (Assist: Tamara Grascher, Keagan Shearer) im Powerplay zum 3:2. Doch nur etwas mehr als 60 Sekunden später gelang den Highlanders abermals der Ausgleich. Beide Teams lieferten sich bis zur Schlusssirene einen offenen Schlagabtausch, ohne ein weiteres Tor erzielen zu können – die Entscheidung musste in der Overtime fallen.
Kurz vor Ende der regulären Spielzeit nahm eine Kapfenberger Spielerin auf der Strafbank platz – ein Vorteil, den die Huskies in der Verlängerung sofort nutzen wollten. Und tatsächlich: Nach exakt 1:17 Minuten versenkte Tamara Grascher einen perfekten Pass von Simona Grascher zum erlösenden 4:3-Siegtreffer.
Bereits während des Spiels zeigte sich, wie sehr das Team diesen Sieg wollte. Shelby Bailen betonte nach der Partie: „Endlich hat es auch für uns mal geklappt. Die letzten Spiele waren alle durchwegs knapp, aber diesmal haben wir es geschafft, uns zu belohnen. Ich bin stolz auf das Team – es war wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung.“
Auch Matchwinnerin Tamara Grascher sprach über die emotionale Bedeutung des Erfolgs: „Nach den vielen knappen Niederlagen tut es wirklich gut, endlich einen Sieg feiern zu können. Die Freude im Team ist riesig – wir wissen aber, dass wir jetzt trotzdem weiter hart arbeiten müssen.“
Mit diesem Derbyerfolg sichern sich die Huskies nicht nur wichtige AWHL-Punkte, sondern auch einen enormen Boost fürs Selbstvertrauen.
